Lichtblicke

 

Im folgenden möchte ich Ihnen einige “Lichtblicke” oder “Weisheitsplitter” nahe bringen, die sich als Besinnungstexte und Bewußtseinsimpulse eignen.

Suchen Sie sich das heraus, was Ihrer Seele gut tut, Sie innerlich anspricht und inspiriert.

“Wir sind hier, weil es letztlich kein Entrinnen vor uns selbst gibt.

Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht.
Solange er nicht zulĂ€ĂŸt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es fĂŒr ihn keine Geborgenheit.
Solange er sich fĂŒrchtet durchschaut zu werden, kann er weder sich selbst noch andere erkennen - er wird alleine sein.
Wo können wir solch einen Spiegel finden, wenn nicht in unserem NÀchsten?
Hier in der Gemeinschaft kann ein Mensch sich erst richtig klar ĂŒber sich werden und sich nicht mehr als den Riesen seiner TrĂ€ume oder den Zwerg seiner Ängste sehen,
sondern als Mensch, der - Teil eines Ganzen - zu ihrem Wohl seinen Beitrag leistet.
In solchem Boden können wir Wurzeln schlagen und wachsen;
nicht mehr allein - wie im Tod - sondern lebendig als Mensch unter Menschen.”
 (Richard Beauvais)


Desiderata - aus der alten St.-Paulus-Kirche, Baltimore v. 1692

Gehe ruhig und gelassen durch LĂ€rm und Hast und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann. Stehe, soweit ohne Selbstaufgabe möglich, in freundlicher Beziehung zu allen Menschen. Äußere deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen ruhig zu, auch den Geistlosen und Unwissenden, auch sie haben ihre Geschichte.

Meide laute und aggressive Menschen, sie sind eine Qual fĂŒr den Geist. Wenn du dich mit anderen vergleichst, könntest du bitter werden und dir nichtig vorkommen, denn immer wird es jemanden geben, grĂ¶ĂŸer und geringer ist als du. Freue dich deiner eigenen Leistungen wie auch deiner PlĂ€ne. Bleibe weiter an deinem eigenen Weg interessiert, wie bescheiden auch immer. Er ist ein echter Besitz im wechselnden GlĂŒck der Zeiten.

In deinen geschĂ€ftlichen Angelegenheiten lasse Vorsicht walten; denn die Welt ist voller Betrug. Aber nichts soll dich blind machen gegen gleichermaßen vorhandene Rechtschaffenheit. Viele Menschen ringen um hohe Ideale, und ĂŒberall ist das Leben voll Heldentum.

Sei du selbst, vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung, noch sei zynisch was die Liebe betrifft, denn auch im Augenblick aller DĂŒrre und EnttĂ€uschung ist sie doch immerwĂ€hrend wie Gras.

Ertrage freundlich gelassen den Ratschluß der Jahre, gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf. StĂ€rke die Kraft des Geistes, damit sie dich in plötzlich hereinbrechendem UnglĂŒck schĂŒtze. Aber erschöpfe dich nicht mit Phantasien. Viele Ängste kommen aus ErmĂŒdung und Einsamkeit.

Neben einer heilsamen Selbstdisziplin sei freundlich mit dir selbst, Du bist Kind Gottes genauso wie die BĂ€ume und Sterne, du hast ein Recht hier zu sein. Und, ob es dir bewußt ist oder nicht, es besteht kein Zweifel, das Universum entfaltet sich wie vorgesehen. Darum lebe in Frieden mit Gott, was fĂŒr eine Vorstellung du auch immer von ihm hast.

Was auch immer deine Arbeit und dein Sehnen ist, erhalte dir den Frieden mit deiner Seele in der lÀrmenden Wirrnis des Lebens. Mit all der Schande, der Plackerei und den zerbrochenen TrÀumen ist es dennoch eine schöne Welt.

Strebe behutsam danach, glĂŒcklich zu sein.


SchlĂŒssel zum Herzen

Als Gott die Welt schuf, waren die Menschen noch alle bei ihm in seinem himmlichen Reich. Aber Gott wollte, dass sie sich auf die Erde begaben, die er fĂŒr sie bestimmt hatte. “Was können wir tun, fragte der Ezengel Gabriel, damit sie nicht immer hierher zu uns in den Himmel kommen? Sie sollen erstmal dort leben, wo sie hingehören - auf der Erde.”
Gott und die Erzengel berieten. Der Engel Michael sagte: “Wir mĂŒssen den Himmel verschließen.”
“Aber wo lassen wir den SchlĂŒssel?” fragte Gabriel.
Michael: “Wir mĂŒssen ihn verstecken. An irgendeinem Ort, wo die Menschen ihn nicht finden können.”
Einer der Engel schlug vor: “Wir könnten den SchlĂŒssel im Meer versenken.”
Darauf Gott: “Ich kenne die Menschen. Sie werden ihn finden.”
Ein anderer Engel: “Dann verstecken wir ihn im Schnee der höchsten Berge.”
Gott: “Sie werden ihn finden.”
Der Engel Esekiel, der auch ein moderner Engel ist: “Wir schießen ihn in den Weltruam.”
Gott: “Sie werden ihn finden.”
Da meldete sich Gabriel: “Ich habÂŽs gefunden. Wir verstecken den SchlĂŒssel im Herzen der Menschen.”
Darauf Gott: “Ja, lass uns das tun, sie finden ihn leichter im Meer und im Weltraum als in ihrem eigenen Herzen, aber wenn sie ihn dort finden, dann sollen sie ihn auch benutzen dĂŒrfen.”
(Sufi-Geschichte -
Aus dem BĂŒchlein “Geschichten wie Edelsteine” von Joachim-Ernst Berendt)


“Das spirituelle Leben ist nicht nur eine persönliche Angelegenheit. Es hat mit der Gesamtheit der menschlichen Lage zu tun. Keiner von uns ist als Individuum auch nur halb so unabhĂ€ngig und getrennt vom Ganzen, wie wir meinen. Wir sind nur winzige Punkte in dieser Masse, die versucht sich weiter zu entwickeln. Wir mĂŒssen beweisen, dass Evolution möglich ist. Erst dann beginnt das spirituelle Leben wirklich etwas zu bedeuten. Nicht nur weil wir dann angefangen uns besser zu fĂŒhlen, oder weil wir plötzlich klarer denken können, sondern weil das Gesetz der Liebe durch uns und durch die, die uns umgeben, tĂ€tsĂ€chlich offenkundig gemacht wird, und zwar in einer Art und Weise, die von wahrer evolutionĂ€rer Bedeutung fĂŒr das Ganze ist.”

Worauf es ankommt, ist die Bereitschaft immer weiter zu gehen, ganz egal was wir bereits erreicht haben. Man sollte niemals stehen bleiben, niemals. Wir mĂŒssen verletztlich bleiben, immer offen fĂŒr das Neue, immer bereit uns selbst in Frage zu stellen und unserer höchsten Möglichkeit entsprechend zu leben.”
(Zitate von Andrew Cohen, Spiritueller Lehrer aus den USA)


“Ich suche nicht - ich finde.”
“Suchen, das ist Ausgehen von alten BestĂ€nden und ein Finden-Wollen von bereits Bekanntem im Neuen.
Finden, das ist das völlig Neue! Das Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen, und was gefunden wird ist unbekannt. Es ist ein Wagnis - ein heiliges Abenteuer.
Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur Jene auf sich nehmen, die sich im Ungeborgenen geborgen wissen - die in Ungewissheit gefĂŒhrt werden - die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern ĂŒberlassen - die sich vom Ziel ziehen lassen und nicht menschlich beschrĂ€nkt und eingeengt, das Ziel bestimmen.
Dieses Offensein fĂŒr jede neue Erkenntnis im Außen und Innen: da ist das Wesenhafte des modernen Menschen, der in aller Angst des Loslassens doch die Gnade des Gehaltenseins im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfĂ€hrt.”
(Von Pablo Picasso)

Was ist Wahrheit?
1. Und wiederum waren die Zwölf versammelt im Schatten der Palmen, und einer von ihnen, Thomas, sprach zu den anderen: “Was ist Wahrheit? Denn dieselben Dinge erscheinen den verschiedenen GemĂŒtern und sogar dem gleichen GemĂŒte zu verschiedenen Zeiten verschieden. Was also ist Wahrheit?”
2. Und wie sie so sprachen, erschien Jesus mitten unter ihnen und sprach:” Die eine und ewige Wahrheit ist in Gott allein; denn niemand weiß, was Gott allein weiß, der das All ist im All. Den Menschen kann die Wahrheit enthĂŒlllt werden nach ihrer FĂ€higkeit, zu verstehen und zu erfassen.
3. Die eine Wahrheit hat viele Seiten, und einer sieht nur eine Seite, der andere eine andere, und etliche sehen mehr denn eine, so wie es ihnen gegeben ist.
4. Sehet diesen Kristall: So wie das Licht offenbar ist in zwölf FlĂ€chen, ja viermal zwölf, und jede FlĂ€che einen Strahl von dem Lichte zurĂŒckwirft und man eine FlĂ€che und ein anderer eine andere anschaut, so ist es doch der eine Kristall und das eine Licht, das in allen scheinet.
5.Und siehe, wenn einer auf einen Berg steigt und er einen Gipfel erreicht hat, spricht er: Dieses ist die Spitze des Berges, laß sie uns ersteigen, und wenn sie diese Höhe erreicht haben, siehe, sie sehen eine andere darĂŒber hinaus, bis sie zu der Höhe kommen, von der keine andere mehr zu sehen ist, wenn sie diese erreichen können.
6. Also ist es auch mit der Wahrheit...
(Aus dem Buch >Das Evangelium des vollkommene Lebens<, 90. Kapitel, Seite 216-217)
”Die Rosen unter meinem Fenster verweisen nicht auf frĂŒhere Rosen oder bessere; sie sind, was sie sind; sie existieren in Gott nur im heute. Zeit gibt es fĂŒr sie nicht. Da ist nur die Rose; sie ist vollkommen in jedem Augenblick ihres Daseins.
Der Mensch aber verschiebt oder erinnert; er lebt nicht in der Gegenwart, sondern beklagt mit rĂŒckwĂ€rtsgewandtem Blick die Vergangenheit oder steht, der ReichtĂŒmer, die ihn umgeben, nicht achtend, auf den Zehenspitzen, um die Zukunft vorauszusehen.
ER kann nicht glĂŒcklich und stark sein, bis er mit der Natur in der Gegenwart lebt, außerhalb der Zeit...”
(Emerson)
Sei spontan und stÀndig unbestÀndig.
Hör niemals auf, dich zu verÀndern
und hör nie auf, spontan zu sein.
Nur so kann das Leben zur Freude werden.
Sobald du vorhersagbar wirst, wirst du zur Maschine.
Eine Maschine ist vorhersagbar.
Sie war gestern dieselbe,
sie ist heute dieselbe, sie wird morgen dieselbe sein.
Sie verÀndert sich nicht.
Es ist allein das Vorrecht des Menschen,
sich jeden Moment zu verÀndern.
Am Tag, wo du aufhörst dich zu verÀndern,
bist du auf unmerkliche Art gestorben.
(Osho)
”Ein Bettler hatte mehr als dreißig Jahre am Straßenrand gesessen. Eines Tages kam ein Fremder vorbei. “Hast du mal ÂŽne Mark?”, murmelte der Bettler und hielt mechanisch seine alte BaseballmĂŒtze hin. “Ich habe dir nichts zu geben”, sagte der Fremde und fragte dann: “Worauf sitzt du da eigentlich?” “Ach”, antwortete der Bettler, “das ist nur eine alte Kiste. Da sitze ich schon drauf, solange ich zurĂŒckdenken kann.” “Hast du da mal reingeschaut?”, fragte der Fremde. “Nein,” sagte der Bettler, “warum auch? Es ist ja doch nichts drin.” “Schau hinein”, drĂ€ngte der Fremde. Es gelang dem Bettler, die Kiste aufzubrechen. Voller Erstaunen, Unglauben und Begeisterung entdeckte er, dass die Kiste mit Gold gefĂŒllt war. (...)
(S. 23)

    Du hast den Begriff Sein benutzt.
    Kannst du erklÀren, was du damit meinst?

Das Sein ist das ewige, immer gegenwĂ€rtige Eine Leben jenseits der unzĂ€hligen Erscheinungen, die Geburt und Tod unterworfen sind. Doch das Sein befindet sich nicht nicht nur jenseits von Formen, sondern auch tief im Inneren der Formen als ihre innerste unsichtbare und unzerstörbare Essenz. Das bedeutet, das Sein ist jetzt zugĂ€nglich fĂŒr dich, ist dein eigenes tiefstes Selbst, deine wahre Natur.
Aber versuche nicht, es mit dem Verstand zu erfassen. Du erfĂ€hrst es nur, wenn der Verstand still ist. Wenn du gegenwĂ€rtig bist, wenn deine Aufmerksamkeit voll und ganz auf das Jetzt gerichtet ist, dann wird das Sein spĂŒrbar, aber es entzieht sich dem Begreifen des Verstandes. Die Bewusstheit des Seins wiederzuerlangen und in dem Zustand von “fĂŒhlendem Erkennen” zu verbleiben, das ist Erleuchtung.

    Wenn du vom Sein sprichst, meinst du dann Gott?
    Wenn ja, warum sagst du es nicht?

Das Wort Gott hat seine Bedeutung in tausenden von Jahren, in denen es missbraucht wurde, verloren. Manchmal benutze ich es, aber eher sparsam. Mit Missbrauch meine ich hier, dass Menschen, die nicht einmal einen flĂŒchtigen Einblick in den Bereich des Heiligen, in die unendliche Weite hinter diesem Wort hatten, es mit großer Überzeugung benutzen, als wĂŒssten sie, wovon sie reden. Oder sie argumentieren dagegen, als wĂŒssten sie, was sie da ablehnen. Dieser Missbrauch fĂŒhrt zu absurden Überzeugungen, Behauptungen und Ego-Fantasien wie zum Beispiel “Mein oder unser Gott ist der einzig wahre Gott und dein Gott ist falsch” oder zu Nietzsches berĂŒhmter These: “Gott ist tot.”

Das Wort Gott ist zu einem geschlossenen Konzept geworden. Sobald dieses Wort ausgesprochen wird, entsteht eine Vorstellung; vielleicht nicht mehr die von einem alten Mann mit weißem Bart, aber immer noch eine Vorstellung von jemand oder etwas außerhalb von dir und, ja fast zwangslĂ€ufig, von einem mĂ€nnlichen Jemand oder etwas.

Weder Gott noch Sein noch irgendein anderes Wort kann die unaussprechliche Wahrheit hinter diesem Wort beschreiben oder erklĂ€ren. Daher ist die einzig wichtige Frage, ob das Wort eine Hilfe oder eher eine Behinderung ist, wenn es darum geht, die RealitĂ€t zu erfahren, auf die es hinweist. Weist es ĂŒber sich selbst hinaus auf jene transzendente RealitĂ€t oder wird es viel zu leicht zu einer Idee in deinem Kopf, an die du glaubst, zu einem mentalen Götzen?

Das Wort Sein erklĂ€rt gar nichts, ebenso wenig wie das Wort Gott. Sein hat allerdings den Vorteil, dass es ein offenes Konzept darstellt. Es reduziert das unendliche Unsichtbare nicht zu einer endlichen Einheit. Es ist unmöglich, sich darunter etwas vorzustellen. Niemand kann einen Besitzanspruch auf das Sein anmelden. Es ist deine eigenste Essenz, und durch das GefĂŒhl deiner eigenen GegenwĂ€rtigkeit hast du einen direkten Zugang dazu. Es ist die Erkenntnis Ich bin, bevor du sagst: Ich bin dies oder ich bin das. Daher ist es nur ein kleiner Schritt von dem Wort Sein zur Erfahrung dieses Seins. (...)

(aus dem Buch: Jetzt! Die Kraft der Gegenwart. von Eckhart Tolle, Kapitel 1, Seite 25-26)


Nichts und Sein

Dreißig Speichen vereint die Narbe.
Das Nichts, das sie umschließt,
macht fĂŒr das Rad sie brauchbar.

Ton wird zum Topf geformt.
Das Nichts, das er umschließt,
macht zum GefĂ€ĂŸ ihn brauchbar.

WĂ€nde und Dach bilden das Haus.
Das Nichts, das es umschließt,
Macht es zur Wohnung brauchbar.

Wir leben im Sein;
Nichtsein macht es lebendig.

(Laotse)


Koan
(Paradoxe, nicht vom Verstand zu lösende Frage bzw. WeisheitsrĂ€tsel aus der Tradition des Zen-Buddhismus. Mit einem solchen Koan verbringen SchĂŒler oft viele Monate oder Jahre in der Meditation)
  • “Wenn Du auslöschst Sinn und Ton, was hörst Du dann?”
     
  • “Wenn Buddha nach der Wiedergeburt gefragt wurde und auch danach, was denn wiedergeboren wird, dann zĂŒndete er eine Kerze an. Eine zweite Kerze zĂŒndete er an der ersten Kerze an. Dann blies er die erste Kerze aus. Er erklĂ€rte hierzu: >Das eine Leben ist verlöscht, das andere konnte jedoch nicht ohne das erste entstehen, und dennoch ist das zweite anders als das erste.< Was wird wiedergeboren?”


“In dem Augenblick, indem man sich endgĂŒltig einer Aufgabe verschreibt,
bewegt sich die Vorsehung auch.
Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wÀren, geschehen nun, um uns zu helfen.
Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch diese Entscheidung,
und er sorgt zu den eigenen Gunsten fĂŒr zahlreiche unvorhergesehene “ZufĂ€lle”,
Begegnungen und materielle Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so ertrÀumt haben könnte.
Was immer Du kannst oder Dir vorstellst, dass Du es kannst,
beginne es.
KĂŒhnheit trĂ€gt Genius, Macht und Magie in sich.
Beginne jetzt !
(Johann Wolgang von Goethe)

Geschichte vom Schutzengel

 Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln im GĂ€stezimmer des Haupthauses auszuruhen. Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller.

 Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der Ă€ltere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jĂŒngere Engel fragte, warum, antwortete der Ă€ltere Engel: "Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

 In der nĂ€chsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen, wo sie gut schliefen.

 Als die Sonne am nĂ€chsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in TrĂ€nen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld.

 Der jĂŒngere Engel wurde wĂŒtend und fragte den Ă€lteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können?

 "Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm", meinte er anklagend.

"Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben.

 "Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen", sagte der Ă€ltere Engel.

 "Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der EigentĂŒmer so von Gier besessen war und sein glĂŒckliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, so dass er es nicht finden konnte.

 Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen.

 Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

 Manchmal ist es genau das was passiert, wenn sich die Dinge als anders herausstellen, als Du sie gerne hĂ€ttest.

 Wenn du Vertrauen hast, brauchst du dich bloß darauf zu verlassen,

dass jedes Ergebnis zu deinem Vorteil ist.

 Du magst es nicht bemerken, bevor ein bisschen Zeit vergangen ist...

 Manche Leute kommen in unser Leben und gehen schnell...

 Manche Leute werden Freunde und bleiben ein bißchen...

wunderschöne FußabdrĂŒcke auf unseren Herzen hinterlassend...

und wir sind ziemlich Àhnlich, weil wir eine Freundschaft geschlossen haben!!

 Das Gestern ist Geschichte, das Morgen ein Mysterium.

 Das Heute ist ein Geschenk. Darum heißt es auch: PrĂ€sent.

 Ich denke, das ist etwas Besonderes...Lebe und genieße jeden Moment...

Dies ist keine Generalprobe!  

 "Wir sind Engel mit nur einem FlĂŒgel. Wir können nur fliegen, wenn wir einander umarmen." (Luciano di Crescenzo)


siehe auch die Seiten ĂŒber die Liebe >>> und Besinnung >>> und Gedichte >>>

 

wird fortgesetzt...

 

All dies zum Wohle des Ganzen! © Gerd MĂŒller, Bonn, www.impuls4you.de & www.gm-b.info / Feedback + oder - ausdrĂŒcklich erwĂŒnscht.