Spiritualität

„Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als unsere Schulweisheit sich träumen läßt...“
(William Shakespeare, 1564-1616, Hamlet)

Aus der Antrittsrede (1994 vor der UNO) des Friedesnobelpreisträgers Nelson Mandela:

“Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind.
Unsere tiefste Angst ist es, dass wir unermesslich machtvoll sind.
Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit.
Wir fragen uns: “Wer bin ich eigentlich - von mir zu glauben, dass ich leuchtend, großartig, begnadet und einzigartig sein darf?”
Aber in Wirklichkeit - warum solltest Du es nicht sein?
Du bist ein Kind Gottes.
Dein Kleinmachen dient nicht der Welt.
Es zeugt nicht von Erleuchtung, sich so zurückzunehmen und zu schrumpfen,
nur damit sich andere Menschen um dich herum nicht verunsichert fühlen.
Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes zu verwirklichen, die in uns liegt.
Sie ist nicht nur in einigen von uns, sie ist in jedem Menschen.
Und indem wir unser eigenes Licht scheinen lassen, geben wir anderen Menschen unbewußt die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unser Dasein automatisch die anderen.”

Vielleicht fragen Sie sich: Was hat eine so ausführliche Beschäftigung mit diesem Thema auf der Homepage eines Beraters/Moderators/Coachs zu suchen?
Wie Sie vielleicht schon auf der Seite “impuls4you” nachgelesen haben, gehört es aus meiner Sicht zu einem befriedigenden Leben dazu, sich mit Zukunft/Sinnfragen/der Beziehung zum Universum/Gott etc. zu beschäftigen. Deshalb geht es hier nicht um die Verbreitung meiner persönlichen religiösen oder spirituellen Sicht, sondern das folgende diene lediglich als Impuls, sich aus seiner eigenen, individuellen Sicht mit sprituellen Fragen mehr auseinander zu setzen. Ob Sie dabei Atheist oder Katholik, Buddhist oder Esoteriker sind, suchen Sie nach Ihren Antworten, lassen Sie sich nicht manipulieren, aber bleiben Sie am Ball und erweitern sie ständig Ihren geistigen Horizont. Es ist heilsam immer mehr über den eigenen, durch Erziehung und Sozialisation entstandenen “Tellerrand” hinaus zu blicken...

 

“Wie in der Raupe der künftige Schmetterling steckt, so ist die Menschengestalt die Vorform und Vorauskündigung eines höheren Menschseins, das in jedem von uns angelegt ist und auf seine Entfaltung wartet.” (Franz Carl Endres)

 

Das Wort „Spiritualität“ kommt aus dem lateinischen und bedeutet „Geistigkeit“ als Gegensatz zur „Materialität“ (= Stofflichkeit, Körperlichkeit, das Bestehen aus Materie)

Ich habe inzwischen zur Spiritualität eine sehr pragmatische Einstellung. Zwar gilt:
Spirit, der unfaßbare „Geist“ ist für mich die Grundlage unserer Existenz, die Plattform, der Urgrund unseres Seins als ein in ein wundervolles, höheres Ganzes eingebettetes lebendiges Wesen.
Wenn wir aber keinen praktischen Zugang zum „Geiste“ (besser: zum SEIN) finden, wird es uns nicht wirklich weiter bringen.
Und Ent-wickelung, Weiterentwicklung = Evolution, ist wesentlicher Bestandteil von echter Spiritualität.

Deshalb lautet mein pragmatisches Motto:
Mit dem Kopf im Himmel und mit beiden Füßen fest auf der Erde stehend sein Leben leben.

Hier ein paar praktische Hinweise und Unterscheidungskriterien, mit der Sie aus meiner Sicht und über 30jährigen Erfahrung mit spirituellen Themen und Esoterik (Theosophie, Antroposophie, Rosenkreuzer, Urchristentum, Östlicher Weisheit und schamanischem Wissen, sowie Lehrern wie A.H.Almaas, E.Tolle und vielen Meistern der altindischen Advaita-Tradition) seriöse Informationen prüfen und erkennen können, d.h. ob es sich wirklich um “höhere Informationen” von weitentwickelten Lehrern, Meistern oder Gruppen handelt:

  • Sie respektieren die Integrität der Menschen und unterstützen deren eigenverantwortliche Meinungsbildungs-, Entscheidungs- und Entwicklungsprozesse. (Sie sind nicht dogmatisch und manipulativ)
  • Sie anerkennen eine höhere Kraft und dienen demütig, bescheiden und hingebungsvoll allen, denen sie dienen können.
  • Sie lassen die Menschen nicht zurück mit einem Gefühl der Schuld, des Versagens, der Machtlosigkeit und Abhängigkeit. (Sie machen keinen Druck und entmutigen nicht)
  • Sie geben den Menschen das Bewußtsein, geliebt zu werden und ganz vom Göttlichen gewollt und angenommen zu sein - aber sie schmeicheln ihnen nicht.
  • Sie kritisieren, werten und verurteilen nicht, setzen niemanden herab, schimpfen nicht und meiden Wörter, Bilder und Formulierungen mit herabziehendem Gehalt.
  • Sie sind niemals elitär oder halten sich für auserwählt und etwas besseres oder besonderes.
  • Sie lassen Sie, als Suchende spüren, dass ihre zentrale Botschaft von Erwachen und Liebe handelt...
     

Hieraus ist klar zu erkennen, dass ich mich deutlich von allen Sekten oder sonstigen Vereinigungen, wie z.B. Scientology (aber auch harmlos erscheinenderen christlichen Gruppierungen) etc. distanziere und in diesem Zusammenhang davor ausdrücklich warnen möchte. Wo die Autonomie des Menschen in Frage gestellt wird, Abhängigkeiten entstehen oder irgendwelche Machtbestrebungen vorherrschen, kann von echter Spiritualität nicht im entferntesten die Rede sein.

 

Zum Thema Religion gibt es ein wundervolles Zitat von Abdu´l-Bahá:
“Die Religion sollte alle Herzen vereinen und Krieg und Streitigkeiten auf der Erde vergehen lassen, Geistigkeit hervorrufen und jedem Herzen Licht und Leben bringen. Wenn die Religion zur Ursache von Abneigung, Haß und Spaltung wird, so wäre es besser, ohne sie zu sein... Denn es ist klar, daß der Zweck des Heilmittels die Heilung ist, wenn aber das Heilmittel die Beschwerden noch verschlimmert, so sollte man es lieber fortlassen. Jede Religion, die nicht zu Liebe und Einigkeit führt, ist keine Religion.”

 


Das Wesen des Menschen ist mit unserem irdischen, polaren Bewußtsein nur sehr unvollständig (letztlich gar nicht) begreifbar. In seiner Größe und Tiefe ist es bestenfalls erahnbar. Der Mensch ist und bleibt ein Geheimnis, ein Mysterium Magnum. Wenn ich meine Sicht des Menschen optisch sehr einfach darstellen müßte, würde dies ungefähr so aussehen:
 

Die Pyramide Mensch oder “Das Auge des Lebens” -
Die “DREI in EINS” oder Quadrinität des ganzen Menschen:

Dabei ist das äußere, sekundäre, vergängliche Dreieck den meisten Menschen bewußt, der primäre, impulsgebende, unvergängliche Kern des Menschen (die ESSENZ, die “zentrale Sonne”) leider vielen noch völlig verborgen... Und doch gilt, das ist die zentrale Botschaft aller großen Religionen:

”Ich glaube, dass wir eine Funken jenes ewigen Lichtes in uns tragen, das im Grunde des Seins leuchten muß und welches unsere Sinne nur von ferne ahnen können. Diesen Funken in uns wieder zur Flamme werden zu lassen und das Göttliche in uns zu verwirklichen, ist unsere höchste Pflicht.” (Johann Wolfgang von Goethe)

 

“Alle Weisheit der Welt läßt sich in zwei Zeilen sagen:
Was für Dich getan wird - laß es geschehen.
Was Du selber tun mußt - sieh zu, dass Du es tust.”
(Sufi-Spruch)

Im folgenden finden Sie eine kleine Auswahl meiner spirituellen Lieblingsgeschichten, die als wunderbare Impulse dienen können:

  • Der Asket und und die Maus

Ein Asket saß meditierend in einer Höhle. Da huschte eine Maus herein und knabberte an seiner Sandale. Der Asket öffnete verärgert die Augen: “Warum störst du mich in meiner Meditation?”
“Ich habe Hunger”, piepste die Maus.
“Verschwinde, unwissendes Tier”, sagte der Asket, “ich suche die Einheit mit Gott, wie kannst du mich dabei stören!”
“Wie willst du dich mit Gott vereinigen”, fragte die Maus, “wenn du nicht einmal mit mir einig wirst?”

  • Hilfestellung

“Ich will dich vor dem Ertrinken bewahren”, sagte der Vogel besorgt, hob den Fisch aus dem Wasser und setzte ihn sanft und zufrieden auf einen Baum...

  • Bewußtseinswandel

Ein Schüler fragte: “Glaubst du nicht, Meister, dass durch Aufgeben der Sinnenfreuden ein anderes Bewußtsein erreicht wird?”
“Sicherlich”, erwiderte der Meister, “meiner persönlichen Erfahrung nach zumeist das Bewußtsein eines Fanatikers.”

  • Gott sehen?

“Solange ich Gott nicht sehen kann, leugne ich seine Existenz”, sagte ein Atheist zu einem Pfarrer.
“Wenn das Ihr einziges Argument ist”, antwortete der, “dann leugne ich aus dem gleichen Grund Ihren Verstand.”

  • Auf der Durchreise

Ein Besucher sah erstaunt, dass der Rabbi in einem Zimmer mit nur einem Tisch, einem Stuhl, einem Bett und wenigen Büchern lebte.
“Rabbi, wo sind Ihre Möbel?” fragte der Besucher erstaunt.
“Wo sind ihre?” erwiderte der Rabbi.
“Meine? Aber ich bin nur zu Besuch hier. Ich bin auf der Durchreise”, entgegnete der Besucher.
“Genau wie ich”, sagte der Rabbi.

  • Fehler

Einem Schüler, der sich schrecklich fürchtete, Fehler zu machen, sagte der Meister: “Diejenigen, die keine Fehler machen, machen den größten Fehler: sie versuchen nichts Neues!”

  • Wunder geschehen

Die Hummel hat 0,7qcm Flügelfläche bei 1,2 Gramm Gewicht. Nach den bekannten Gesetzen der Aerodymamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen.
Die Hummel weiss das aber nicht UND FLIEGT EINFACH !

 

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Abschließend noch eine wichtige, pragmatische Botschaft des großen östlichen Weisen:

”Glaubt den Büchern nicht, glaubt den Lehrern nicht, glaubt auch mir nicht. Glaubt nur das, was ihr selbst sorgfältig geprüft und als euch selbst und anderen zum Wohle dienend erkannt habt.“
(Gautama Buddha)

Letztlich geht es immer um WISSEN AUS ERSTER HAND!

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All dies zum Wohle des Ganzen! © Gerd Müller, Bonn, www.impuls4you.de & www.gm-b.info / Feedback + oder - ausdrücklich erwünscht.